Sterilität

Einfach ausgedrückt bedeutet Sterilität das Unvermögen, bei ungeschütztem Geschlechtsverkehr ein Kind innerhalb von einem Jahr zu empfangen. Infertilität hingegen ist das Unvermögen, ein empfangenes Kind bis zum Termin auszutragen. Beim Mann spricht man von Infertilität, wenn er kein Kind zeugen kann und von Subfertilität, wenn seine Zeugungsfähigkeit zwar vermindert, aber nicht ausgeschlossen ist.
Organische Faktoren, wie verschlossene oder in ihrer Funktion behinderte Eileiter, missgebildete Gebärmütter oder Endometriose machen etwa 30% der Sterilitätsursachen aus; funktionelle Ursachen und genetische Defekte, welche die Eireifung und die Gelbkörperfunktion betreffen etwa 40% und ebenfalls 40% machen die männliche Infertilität und Subfertilität aus. Daraus sieht man schon, dass sich die Ursachen überlappen, d.h., dass oft mehrere Ursachen zugleich gefunden werden können. Unserer Erfahrung nach hat dabei die Wechselwirkung zwischen den psychosozialen Faktoren und den organischen Befunden eine große Bedeutung (siehe „Das psychosomatische Behandlungskonzept“).

